HACK MIT BROTPANZERN UND KLIMAFLÜCHTLINGSZELTEN IN WIEN

Wien. Während die österreichische Regierung beschließt, alle Flüchtlinge an der Grenze abzuweisen und nur diejenigen einzulassen, welche sie nicht zurückweisen darf, weil sie erwiesener Maßen Anrecht auf Asyl genießen, weist das Klimaflüchtlingslager des Künstlers Hermann Josef Hack in aller Bescheidenheit darauf hin, dass bereits ein Drittel der Weltbevölkerung auf gepackten Koffern sitzt. Das sind nach Auskunft von Experten 650 Millionen Menschen, die an Flucht denken, weil sie in ihrer Heimat aufgrund der drohenden Klimakatastrophe keine Bleibeperspektive mehr sehen. Wer zeichnet eigentlich für die Ursachen verantwortlich? Den Ärmsten kann man am wenigsten vorwerfen, für die Klimaveränderungen verantwortlich zu sein. Da finden sich die Gründe schon eher bei den wohlhabenden Nationen mit ihrer unstillbaren Gier nach mehr Konsum…

Hack hat daher einige seiner Klimaflüchtlingszelte vor dem österreichischen Bundeskanzleramt errichtet, um diesen Platz schon einmal symbolisch zu besetzen (Foto oben).

Außerdem hat Künstler Hack am nächsten Tag die Zelte vor dem Schloss Schönbrunn, einstigem Sitz der Kaiserin Maria Theresia, errichtet, wo sie staunende Besucher aus aller Welt empfingen. Der Kontrast könnte kaum größer sein, zeigt er, wie auch heute wieder die Schere zwischen den Ärmsten und Verwundbarsten und den Bewohnern von Palästen und Luxusvillen weit auseinander geht.

Bevor die Zelte errichtet wurden, zeigte Hack Brotpanzer der BROTE ARMEE, wie auf dem Platz vor dem Bundeskanzleramt, Foto siehe Anlage. Das bekannte Motto der BROTE ARMEE: Backöfen statt Krisenherde!